So günstig geht Allrad – Fünf Automodelle für den Winter

Wird es kalt, hilft der Allradantrieb auf glatten Straßen. Diese fünf Modelle beweisen: Autos mit 4×4-Technik gibt es bereits für kleines Geld.

Auch wenn wir uns innerlich bereits auf grundsätzlich milderes Klima einstellen: Schnee, Matsch und rutschige Straßen werden uns auch diesen Winter nicht erspart bleiben. Wer bei jedem Wetter darauf angewiesen ist, sein Auto zu nutzen, freut sich, wenn dieses neben guten Winterreifen auch noch Allradantrieb bietet. Mit dem Traktionsvorteil, den die Kraftverteilung auf alle vier Räder bietet, kommt man eindeutig sicherer durch die kalte Jahreszeit.

Und diese Technik muss nicht einmal teuer sein, wie fünf Beispiele zeigen.

Ab rund 11.000 Euro ist der Einstieg in die Allrad-Welt dank Lada möglich. Das russische Urgestein, einst als Niva bekannt, wird als dreitüriges Basismodell mit dem schlichten Namen 4×4 bereits für diesen niedrigen Kurs angeboten.

Der nur 3,74 Meter kurze 1,6-Tonner wird von einem 1,7-Liter-Benziner angetrieben, der seine 61 kW/83 PS permanent auf beide Achsen verteilt. Der 100-km/h-Sprint ist mit 19 Sekunden recht zäh, die Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h alles andere als berauschend. Und ein Normverbrauch von 9,5 Liter erscheint ebenfalls nicht sonderlich zeitgemäß. Die Highlights der Ausstattung: ABS, Servolenkung und elektrische Fensterheber – so einfach kann das Autoleben heute noch sein.

In gewisser Weise auch ein Verzichtauto, doch in allen Punkten deutlich zeitgemäßer und moderner ist der Allradfloh Ignis von Suzuki. Der 3,70 Meter kurze Stadtfloh für Waldwege kostet in der Basisversion mit Frontantrieb knapp unter 13.000 Euro, für die Allradversion muss man etwas über 16.000 Euro investieren.

Im Vergleich zum zuvor erwähnten Lada gibt es für dieses Geld allerdings auch deutlich mehr Ausstattung. Das fängt bereits mit den vier Einstiegstüren an und setzt sich über den vergleichsweise souveränen Antrieb fort. Dieser erlaubt mit seinen 66 kW/90 PS eine Sprintzeit um 12 Sekunden und 165 km/h Höchstgeschwindigkeit. Darüber hinaus ist der Motor einigermaßen sparsam, im Schnitt sind es lediglich 5,0 Liter auf 100 Kilometer.

Und dann sind grundsätzlich noch Annehmlichkeiten wie etwa Sitzheizung vorn, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Lichtsensor, Dachreling oder 16-Zoll-Aluräder an Bord. Im Vergleich zum Lada muss man zwar deutlich mehr investieren, doch dafür kriegt man beim Ignis auch deutlich mehr.

Wem diese beiden Allradzwerge zu klein sind, findet bei Dacia mit dem Duster eine größere und ebenfalls sehr günstige Alternative. Bereits bei 11.490 Euro geht es hier preislich los, dann allerdings noch mit Frontantrieb. Wer mehr Traktion will, kann für 15.600 Euro die 4WD-Variante in Kombination mit einem 84 kW/114 PS starken Benzinmotor ordern.

Darüber hinaus bietet der 4,34 Meter lange Rumänen-Renault dann auch schon einige Extras wie Klimaanlage, Fensterheber, Tempomat, Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, Radio oder eine Dachreling. Auch die Fahrwerte lassen sich sehen: 12,9 Sekunden, 173 km/h und 6,9 Liter Verbrauch.

Nicht ganz so spritzig, dafür im Gelände ein echter Knüller ist die ab dem 27. Oktober offiziell verfügbare Neuauflage des Suzuki Jimny. Hier bietet bereits die 17.915 Euro teure Basisversion permanenten Allradantrieb, der allerdings längsdynamisch etwas ausbremst, denn trotz der 75 kW/102 PS aus einem 1,5-Liter-Benziner sind maximal nur 145 km/h drin.

Und sonderlich sparsam ist der 3,65 Meter kurze und 1,1 Tonnen leichte Wald-und-Wiesen-Japaner mit 6,9 Litern auch nicht. Dafür ist die Ausstattung ordentlich: Klimaanlage, CD-Radio mit DAB-Empfang, Bluetooth-Freisprechanlage, Fensterheber, Tempomat, Sitzheizung, Lichtsensor sowie eine bei Offroadfreunden besonders begehrte Geländeuntersetzung sind immer dabei.

Wer einfach nur ein gutes und günstiges Allradauto für den Asphaltalltag wünscht, könnte bei Subaru fündig werden. Sieht man einmal vom Sportwagen BRZ ab, sind die Autos der Japaner stets mit Allrad gerüstet, wie auch das mindestens 21.980 Euro Kompaktmodell Impreza.

Dieser bietet neben dem cleveren Allradantrieb Symmetrical AWD außerdem noch als Spezialität einen Boxermotor, der in seiner kleinsten Ausführung mit 1,6 Liter Hubraum 84 kW/114 PS entwickelt und damit in diesem Vergleich mit 11,8 Sekunden und 180 km/h zum Heißsporn mutiert. Dennoch bleibt mit 6,5 Liter der Verbrauch auf halbwegs bescheidenem Niveau.

Darüber hinaus bietet die 4,46 Meter lange Karosserie mit vier Einstiegstüren gute Platzverhältnisse. Ebenfalls üppig ist die Ausstattung in der Basisversion, die Highlights wie eine Stufenlos-Automatik, Kollisionsverhinderer, Regensensor, Start-Stopp-Automatik, Spurhalteassistent und sogar Abstandstempomat umfasst. Mit dem Impreza bekommt man also ein in vielen Aspekten besonders sicheres Mobil.